Schwarzwald Musik Festival 05.April – 26. Juli 2008ST.BLASIEN. Mark Mast kommt mit der Moldawischen Staatsphilharmonie und dem Konzertchor des Schwarzwald Musikfestivals in den Dom. Am Samstag, den 12. April steht Bruckners Messe Nr. 3 in f-Moll auf dem Programm. Zum 10 jährigen Bestehen des Festivals startet es durch zu seiner Ursprungsidee. Über diese sprach Margrit Matyscak mit Winfried Zumkeller vom Schwarzwaldhotel Adler, Häusern und Mark Mast, dem künstlerischen Leiter des Festivals. Am 20. September 2007 wurde unter dem Patronat von Staatssekretär Dr. Birk und Ministerpräsident Günther Oettinger das Kuratorium des Schwarzwald Musikfestivals gegründet. Wie kommen Sie, Herr Zumkeller, in den Verwaltungsrat? Zumkeller: Ich wurde in Abwesenheit gewählt. Mast: Für mich ist Werner Zumkeller der Intendant des Südschwarzwaldes. Ich bin sehr glücklich, ihn im Team zu haben. Das Schwarzwald Musikfestival wird von einem Förderverein, Gemeinden, einer GmbH und vielen Sponsoren getragen. Warum dann noch ein Kuratorium? Mast: Vor 10 Jahren beauftragte mich die Stadt Freudenstadt und die Gemeinde Baiersbronn, ein Konzept zu entwickeln für die Verbesserung einer bestehenden Konzertreihe „Internationale Schwarzwald Musiktage Freudenstadt“. Ich schloss mich einige Tage ein und entwickelte ein Konzept, das seinem Namen gerecht werden sollte. Wenn es sich „Schwarzwald“ Musikfestival nennt, muss es den gesamten Schwarzwald umfassen. In 9 Jahren haben wir Spielorte gewonnen, die diesem Anspruch genügen. Für die Wahl von Werner Zumkeller in den Verwaltungsrat habe ich mich stark gemacht. Dr. Kalupp als Kuratoriumsmitglied vertritt mit Dogern den südlichsten Spielort. Welche Aufgabe haben Verwaltungsrat und Kuratorium? Zumkeller: Finanzierungsfragen sind ein Thema aber auch Kooperation vieler Kulturträger. Immerhin ist die Region nicht gerade klein. Mast: Mit der Gründung des Kuratoriums war der Einstieg des Landes Baden Württemberg in die Finanzierung verbunden. Wenn Spielortgemeinden zwei Euro ausgeben, wird das Land einen Euro dazu legen. Gesichert ist die Zusage des Landes bis zu 40 000 Euro jährlich. Das ganze auf fünf Jahre hin, bringt eine gewisse Sicherheit. Wie kommt es dann, dass manche den Eindruck haben, das Festival sei Freudenstadter Sache und die Kulturträger der übrigen Orte hätten darin nichts zu sagen? Zumkeller: Bei der Gründungsversammlung des Kuratoriums herrschte direkt euphorische Stimmung, weil alle überzeugt waren, gleichberechtigte Partner zu sein. Mast: Ich denke, dass erst jetzt die Idee des überregionalen Festivals wirklich angekommen ist. Das Land hat ein Interesse an der gesamten Region. Ortschaften und Landkreise sind nun gefordert überregional zu denken, so wie ich das von Anfang an wollte. Im vierten Jahr des Festivals wurde die Stelle einer hauptberuflichen Geschäftsführerin geschaffen. Im zehnten Jahr erhielten sie deren Kündigung. Was nun? Mast: Diese Geschäftsführerin wurde gegen meinen Willen eingestellt. Wie sie arbeitete grenzt an persönliche Rufschädigung. Viele verbinden den Namen des künstlerischen Leiters mit dem Festival. Nun stehe ich auch als Geschäftsführer in der Pflicht. Ich wei? starke Teams hinter mir: Förderverein, Verwaltungsrat und Kuratorium. Persönlichkeiten wie Hermann Bareis stehen für den gesamten Schwarzwald. Ich bin davon überzeugt, dass wir das Festival jetzt so gestalten können, wie es gedacht ist. Zumkeller: Es gilt eine gemeinsame Idee zu verwirklichen, die gleichberechtigte Partner verbindet. Zum Eröffnungskonzert im Dom wurde die Moldawische Staatsphilharmonie verpflichtet. Ist das nicht eine besonders kostpielige Verpflichtung? Mast: Rumänien gehört seit dem 1. Januar 2007 zur Europäischen Union. Daher stehen die Musiker unter keinem anderen Status mehr als deutsche Musiker. Seit 2006 bin ich Permanent Guest Conductor dieses Orchesters. Ich hole sozusagen „mein Orchester“ nach Deutschland. Das macht finanziell wenig Unterschied zur Jungen Münchner Philharmonie oder einem anderen deutschen Orchester. Beim Klosterkonzert am 29. Mai spielt das Barockorchester L'arpa festante „Pythagorische Schmidts-Füncklein“ von Rupert Ignaz Mayr. Was erwartet die Besucher dabei? Mast: Dieses Werk wurde vom Orchester selbst wieder entdeckt. Es ist in seiner Form und Ausdruckskraft vergleichbar mit den Brandenburgischen Konzerten. Ein sehr schönes Werk, das auch für den hohen Anspruch des Schwarzwald Musikfestivals steht. Alle Veranstaltungen von Freudenstadt bis Dogern |
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