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Kanton Aargau
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| Einwohner: |
433000 |
| Erste urkundliche Erwähnung: |
1803 |
| Jahr der Gemeindereform: |
1848 |
| Kanton Aargau im Internet: |
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Bis ins hohe Mittelalter steht der heutige Kanton Aargau unter verschiedenen Einflußbereichen, die sich teilweise sogar überlappen. In der Vorgeschichte beherrschen drei Keltenstämme das Gebiet nördlich der Alpen: Die Helvetier (von Süddeutschland her kommend) hatten zu Cäsars Zeiten (100 - 44 v.Chr.) zwölf Städte und 400 Dörfer errichtet, von denen die römischen Geschichtsschreiber berichteten, als die Römer in den Gallischen Krieg zogen. Die Helvetier wurden von den Römern verdrängt. Vier große römische Anlagen auf dem Gebiet der heutigen Schweiz wurden gefunden, von denen "Augst" als stolzer Zeuge römischer Macht an die Grenze des Aargaus stößt.
Der germanische Stamm der Alamannen hatte sich um 259/60 über den Donau-Limes gewagt und wurden erst bei Mailand von den Römern gestoppt. Die Auseinandersetzungen entschieden sich zugunsten der Römer. Die Alamannen wurden auf die rechte Rheinseite zurückgetrieben. In Zurzach und Kaiseraugst wurde die Grenze durch die Römer befestigt. Bis ins 4. Jahrhundert fanden dennoch immer wieder Übergriffe mit wechselseitigem Erfolg statt.
Zwischen 497 und 506 n.Chr. ist der Aargau alamannisches Siedlungsgebiet.
König Chlodwig baut bis zu seinem Tod 511 die Dynastie der Merowinger auf, deren Herrschaftsgebiet bis nach Frankreich reicht. 497 scheitern die Alamannen beidseits des Rheins an seinen Truppen. Auch ein Aufstand von 506 wird niedergeschlagen. Seit 536 beherrschen die Merowinger den aargauischen Raum allein, aber es bildet sich ein eigenes "Herzogtum Alamannien". Als in der Mitte des 7. Jahrhunderts das fränkische Geschlecht der Karolinger an Macht gewinnt, bilden die Alamannen einen harten Gegenpol. Selbstbewußt treten sie gegen die neuen Herren an, werden aber 746 unterworfen. Ihr Herzogtum wird aufgelöst und in die bei den Franken üblichen Amtsbezirke - "Gau" eingeteilt. Zum ersten Mal taucht der Name "Aargau" auf und meint das Gebiet der Aare.
In der Mitte des 9. Jahrhunderts wird der Aargau unterteilt in Unter- und Oberaargau. Der geographische Mittelpunkt des neuen Unteraargaus befand sich etwa im Raum von Sursee und damit außerhalb des heutigen Kantons. Verschiedene Adelsgeschlechter beherrschten die deutschsprachige Schweiz, bis sich schließlich aus dem Aargau heraus die Dynastie der Habsburger zu einer bedeutenden mitteleuropäischen Macht entwickeln.
Parallel dazu übten die Klöster erheblichen politischen Einfluß aus. Das 12. Jahrhundert zeichnet sich durch Städtegründungen aus. Um 1330 war die Zahl der aargauischen Städte komplett und sollte sich während der folgenden 400 Jahre im Aussehen kaum verändern. Die Städtegründungen gingen von Adelsgeschlechtern aus. Der Rhein war dabei keineswegs eine Grenze. So erwarb zum Beispiel Bischof Eberhard II. von Konstanz 1269 die Stadt Klingnau von seinem Cousin Walter von Klingen.
Die aargauischen Stadtsiedlungen blieben klein. Aarau war im 15. Jahrhundert die einzige Ortschaft mit mehr als 1000 Einwohnern. Baden, Bremgarten, Laufenburg, Rheinfelden und Zofingen lagen darunter, Brugg, Klingnau, Lenzburg, Mellingen waren halb so groß, Aaarburg, Meienberg und Kaiserstuhl überschritten die Zahl von 200 nur unwesentlich.
Zurzach wurde bedeutendster Handelsort, der die Aargauer Städte in den Schatten stellte. Weil es keine Befestigungsanlagen hatte, konnte es aber nicht zur Stadt erhoben werden und blieb ein "Flecken".
Die Aargauer standen loyal zur habsburgischen Herrschaft. Mit der Schlacht von Sempach 1386 ging die Macht der Habsburger in der Eidgenossenschaft (Schweiz) zu Ende. Aus einem Sicherheitsbedürfnis heraus näherten sich die Städte Baden, Brugg, Bremgarten, Mellingen, Lenzburg, Aarau, Zofingen und Sursee den Eidgenossen an und schlossen 1407 mit ihnen ein lockeres Büdnis.
Zwischen 1415 und 1798 wurde der heutige Aargau gespalten. Zwei Drittel gingen an die Eidgenossenschaft. Die Rhein-Ufer-Gebiete Laufenburg und Fricktal blieben unter vorderösterreichischer Herrschaft. Unter der neuen Einteilung setzte eine unterschiedliche Entwicklung ein. Während die eidgenössischen Teile eigene Wege beschritten, wurde der vorderösterreichische Teil mit in die Konflikte Deutschlands, Europas und der Eidgenossen einbezogen: Burgunderkrieg (1476/77), Schwabenkrieg (1499), Mailänderkriege ( Seite an Seite mit den Eidgenossen 1512-1515) Bauernkrieg (1525), Dreißigjähriger Krieg (1618-1648), erneuter Bauernkrieg (1653), Villmergerkrieg (an der Seite der Eidgenossen 1656).
1674 wird das Fricktal im Zusammenhang mit dem Holländischen Krieg neutralisiert. Im Pfälzischen Krieg (1688-1697) werden die Fricktäler von den Eidgenossen befreit. 1689 verlegt die vorderösterreichische Zentralverwaltung ihren Sitz von Freiburg im Breisgau für eineinhalb Jahre nach Klingnau. Der Abt von St. Blasien erweitert die Probstei Wislikofen und zieht 1692 mit den Mönchen um.
Im Spanischen Erbfolgekrieg (1701 - 1714) erhalten die Fricktäler Unterstützung von den Eidgenossen, können sich aber dennoch nicht mit ihnen anfreunden. In Baden findet 1714 (nach den Kongressen in Utrecht und Rastatt) der letzte Friedenskongreß statt.
Wie die Nachbarn auf der rechten Rheinseite müssen Fricktäler und Laufenburger Steuern zur Finanzierung von Kriegen aufbringen, die Habsburg führt. Für den Österreichischen Erbfolgekrieg (1756-1763) und den Siebenjährigen Krieg (1756-1763). Napoleon schließlich zieht 1803 den Rhein als Grenze. Der heutige Kanton Aargau beginnt mit seinem Aufbau innerhalb der Eidgenossenschaft. Besiegelt wird dies in der Mediationsakte, die heute im Bundesarchiv von Bern aufbewahrt wird. 19 Kantone schließen sich darin in der Tradition eines föderalistischen Staatenbundes zusammen. In den Bezirken Bremgarten, Muri und Laufenburg tun sich die Menschen am schwersten mit der neuen Staatsform. Dies beweisen Abstimmungsergebnisse von 1848. Die Eidgenossen in ihrer Gesamtheit bleiben Frankreich verbunden und müssen für Napoleons Feldzüge große Truppenkontingente stellen. 1811 wird die Kulturstiftung des Kantons in Leben gerufen. Heute ist das Aargauer Kuratorium federführend in der Kulturpolitik des Kantons. Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, klicken sie aufr kuratorium. Mit der Fachstelle Kultur werden Sie verbunden, wenn sie kultur anklicken. |
Bücher über die Gemeinde Kanton Aargau
Geschichte des Aargaus
Die sechste Posaune
Gestohlene Seelen - Verdingkinder in der Schweiz
Landigeist und Judenstempel
Entwurf Schweiz
Viktor Ullmann - Komponieren in Verlorener Zeit
Stilli
Obermumpf - Ein Dorf im Wandel der Zeit
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Zusatzinformationen
Schweizer - Kubanische - Deutsche Kunst Connection
Deutsch-Schweizer Staatsvertrag
Klezmer made in Switzerland
Klezmer - Gruppe: kol simcha
Kultur politische Wirklichkeit
Jugend Sinfonie Orchester, Aargau
Hochrheinisches Kammerorchester
Esskultur
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| Letzte Aktualisierung dieser Information am 17.5.2001 |
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