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Aarau, Schweiz
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| Einwohner: |
15358 |
| Erste urkundliche Erwähnung: |
209 |
| Jahr der Gemeindereform: |
1803 |
| Aarau, Schweiz im Internet: |
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Zum Bezirk Aarau gehören Biberstein, Buchs, Densbüren, Erlinsbach, Gränichen, Hirschthal, Küttingen, Muhen, Oberfelden, Rohr, Suhr und Unterfelden. In diesem Bezirk leben 62 963 Menschen.
Hauptstadt des Kulturkantons Wie bei vielen anderen Städten im Kanton Aargau fällt auch die Gründung Aaraus (=Wiese an der Aare) in das 13. Jahrhundert. Die Stadt wurde - vermutlich 1248 - durch Graf Hartmann von Kyburg gegründet. 1273 fiel Aarau an die Habsburger, von denen ihm 1283 das Stadtrecht verliehen wurde. In den Jahren der Habsburger Herrschaft erlebte Aarau eine Blütezeit. Als sich gegen Ende des 14. Jahrhunderts die Schwächung der Habsburger abzeichnete, beschlossen einige Habsburger Gemeinden, darunter auch Aarau, eine Annäherung an die Eidgenossenschaft.
Im Jahre 1415 schließlich wurde der damalige Habsburger Herrscher Friedrich der IV. vom deutschen König Sigmund geächtet und verlor dadurch seine gesamten Ländereien, die nun "vogelfrei" waren. Diese unsichere Situation nutzten die Berner zu ihrem Vorteil, indem sie das gesamte Aargau zu ihrem Herrschaftsgebiet machten. Unter Berner Herrschaft kam der wirtschaftliche Aufschwung Aaraus ins Stocken. Dennoch brachte es die Stadt zu einem gewissen Wohlstand, wie die spätbarocken und klassizistischen Bauten beweisen, die auch heute noch das mittelalterliche Stadtbild prägen.
Mit der französischen Besetzung der Schweiz Ende des 18. Jahrhunderts ergab sich auch für Aarau ein maßgeblicher politischer Wandel. Der Aargau, kulturell und bildungsmäßig auf hohem Niveau, reagierte auf das zögerliche Handeln der Eidgenossenschaft, die kaum Widerstand gegen die französische Besetzung leisteten und sagte sich von der Berner Herrschaft los. Aarau selbst war ein Zentrum dieser Freiheitsbewegung. Als im März 1798 die ehemalige Eidgenossenschaft von den Franzosen zur Republik Helvetien ausgerufen wurde, erteilte der französische General Brune Aarau nicht zuletzt seiner freiheitlichen Gesinnung wegen den Zuschlag zur Hauptstadt der neu gegründeten Republik. Diese Würde blieb den Aarauern freilich nur wenige Monate erhalten, da sich das mehrheitlich aus Aristokraten bestehende Parlament gegen Aarau und für Luzern als Hauptstadt entschied. 1803 wurde Aarau jedoch zur Kantonshauptstadt des Kantons Aargau, der aus dem ehemaligen Aargau, dem Kanton Baden und dem Fricktal entstand. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts setzte sich die kulturelle und bildungsmäßige Entwicklung Aaraus als Hauptstadt des "Kulturkantons" Aargau fort. Diese Entwicklung zeigte sich beispielsweise im Ausbau der Kantonsschule Aarau (später Bezirksschule genannt) oder in der Gründung einer Gewerbeschule im Jahre 1826. Auch der Schweizer Bote, der zur meist verbreiteten Zeitung der Deutschschweiz wurde und die Ideen der Kulturgesellschaft ins Volk trug, hatte seinen Ursprung in Aarau.
Auch heute ist Aarau, nach den innen- und außenpolitischen Wirren im 19. und 20. Jahrhundert, eine kulturelle Hochburg des Kantons Aargau. Der Einwohnerzahl von knapp 16.000 Einwohnern nach zählt Aarau zwar zu den Kleinstädten, kulturell liegt das Angebot jedoch weit über Kleinstadtniveau. Quelle: Geschichte des Aargaus
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| Letzte Aktualisierung dieser Information am 21.8.2001 |
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