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Wehr
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| Einwohner: |
13074 |
| Erste urkundliche Erwähnung: |
1092 |
| Jahr der Gemeindereform: |
1972 |
| Wehr im Internet: |
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Zwei Städte Wehr und Öflingen wurden durch ihren Zusammenschluß am 1. Januar 1972 zur Gemeinde Wehr, die von der wildromantischen Wehraschlucht bis zum Rhein reicht. Vom Dinkelberg im Westen und dem Hotzenwald im Osten umrahmt liegt Wehr auf 289 Metern Höhe und zieht sich bis auf 900 Meter an die Westhänge des Hotzenwaldes. Die Stadt ruht nicht nur auf kulturträchtigem Boden, sie zeichnet sich auch durch rege Kulturarbeit aus. Die Stadt ist stolz darauf, Geburtsort der Geigerin Anne Sophie Mutter zu sein.
Menschliche Spuren wurden hier bereits aus der mittleren Steinzeit nachgewiesen. Römische Garnisonen errichteten Einzelhöfe, die wichtige Stützpunkte des römischen Weltreiches darstellten. In die Zeit der Alemannen fällt die Besiedelung der Ortsteile Ankendorf, Flienken, Im Tal, Oberwehr und Niederwehr.
Von fränkischen Königsbauern stammen die späteren Grafen von Wehr ab. Ihr Besitz reichte vom Dinkelberg über das vordere Wehratal bis zum Rhein. Burg und Ort wurden in einer Schenkungsurkunde des Klosters Allerheiligen (Schaffhausen) für Adolgoz von Werrach aus dem Jahre 1092 wird das Gebiet erstmals erwähnt. Seit dem Mittelalter tat sich Wehr als Mittelpunkt der umliegenden Dörfer hervor und erhielt 1363 das Marktrecht.
Bei den zahlreichen Fehden waren die Herren von Werrach meistens mit dem Bischof von Basel gegen die Grafen von Habsburg verbündet. Nach zwei Zerstörungen 1212 und 1253 konnte die Burg wieder aufgerichtet werden. Rudolf von Habsburg, der spätere deutsche König setzte der Grafschaft 1272 ein Ende.
Der Minnesänger Walther von Klingen, ein persönlicher Freund Rudolfs, erhielt die Herrschaft Wehr als Lehen. Dieser stiftete 1256 das Frauenkloster Klingental, das 30 Jahren später nach Basel übersiedelte. Aber es behielt alle Rechte und blieb damit eine wirtschaftliche Macht im Dorf. Nach der Reformation fielen die Rechte des Klosters an die Stadt Basel, die bis 1818 die Pfarrei besetzte und den Zehnten bezog. Dadurch entstand zwischen den Leuten von Wehr und der Verwaltung von Basel in ständigem Kontakt. Das sollte sich in der Zeit der großen Kriege des 17. und 18. Jahrhunderts auszahlen. Die reichen Geldgeber aus Basel stifteten einige hundert Gulden für die verarmten Bauern, die dann in den Elendszeiten zwischen den Kriegen von den Gläubigern großzügig gestrichen wurden. Den Baseler Geldgebern verdankt Wehr auch den schönen Bau des Pfarrhauses. Es wurde 1756 vom Baumeister des Deutschen Ritterordens, Franz Anton Bagnato entworfen. In der Pfarrkirche St. Martin ist das Basler Wappen an einem der Pfeiler des Mittelschiffes zu sehen.
Aus der Zeit der Herrschaft von Schönau (1365 bis 1800) stammt eine eigene "Talordnung". Sie regelte die Belange der Vieh- und Weidewirtschaft, eines Hammer- und Eisenbergwerks und einer Spinnerei. Der um 1800 erbaute Herrensitz dient der Stadt heute als Rathaus. Die Decken der Innenräume sind teilweise mit reizvollen Rokokostukkaturen verziert.
1806 fiel Wehr an Baden. Die grundherrlichen Rechte der Schönauer wurden in den folgenden Jahrzehnten aufgelöst. Auch die bestehenden Betriebe wurden aufgelöst. Mit der Verleihung der Stadtrechte (1950) setzte ein erneuter wirtschaftlicher Aufschwung ein.
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| Letzte Aktualisierung dieser Information am 27.4.2005 |
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