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Ühlingen-Birkendorf

Einwohner: 5208
Erste urkundliche Erwähnung: 871
Jahr der Gemeindereform: 1975
Ühlingen-Birkendorf im Internet: 
    
  
Berau, Birkendorf, Brenden, Hürrlingen, Obermettingen, Riedern am Wald, Ühlingen und Untermettingen bilden zusammen, was sich die Vier-Täler-Gemeinde Ühlingen-Birkendorf nennt. Die Endung "ingen" deutet auf Alemannische Erstbesiedelung hin. Oberhalb des "Breitwiesenhofes" im Schlüchttal wurden Reste einer "Villa Rustica" der Römerzeit gefunden. Die Besiedelung der Täler und Höhen erfolgte nicht gleichmäßig, aber mit der Zunahme des Landkaufs durch das Kloster St. Blasien wurden Urkunden gefertigt, die den Nachweis über die Orte bringen.
Ober- und Untermettingen sind die ältesten Orte der Gemeinde, denn um 871 schenkte ein Wolf von Mettingen seine Güter dem Kloster Rheinau. Die Herren von Mettingen verarmten. Von ihrem Schloß blieb der Turm, das heutige "Jägerhaus" übrig. Weitere Besitzer waren Friedrich von Ofteringen, Heinrich von Erzingen, der Graf von Sulz, der Stühlinger Landgraf und schließlich das Haus Fürstenberg.
Ühlingen wird 816 in einer Urkunde des Klosters St. Gallen erwähnt als ein Adelsgeschlecht, das seinen Sitz auf der Burg Mandach hatte, Güter verkaufte. Im 14. Jahrhundert starb es aus. Durch Heirat fiel der Ort an die Schaffhauser Patrizier Im Thurn, von diesen 1457 an die Herren von Rülang, die wiederum das Dorf 1480 mit allen Rechten an das Kloster St. Blasien verkauften.
Birkendorfs erste Urkunde stammt aus dem Jahre 1085 als die Edlen von Birkendorf ihre Burg auf dem "Bühl" verschuldet hatten. Die Grafen von Lupfen (Stühlingen), der Erbmarschall von Pappenheim, das Kloster St. Blasien erwarben nacheinander diese Herrschaft.
Der Ortsteil Berau war im Besitz eines eigenen Adelsgeschlechtes, das 1098 eine Kirche erbauen ließ. 1117 wurde durch das Kloster St. Blasien ein Frauenkloster in Berau errichtet.
Brenden erhielt seinen Namen von der Brandrodung, mit der das Land im 13. Jahrhundert urbar gemacht wurde. Es gehörte lange Zeit den Freiherren von Krenkingen, denn dem Kloster Berau und damit dem Kloster St. Blasien.
Hürrlingen ist nach einem alten Adelsgeschlecht aus Schaffhausen benannt, die den Ort an die Edlen von Grießen verkauften. Diese wiederum überließen ihn 1494 dem Landgrafen von Stühlingen. 1612 fiel er an das Kloster St. Blasien.
Riederns Geschichte ist mit dem zweier Klöster verbunden. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts verlegte Marquard von Krenkingen-Weissenburg sein Kloster von Detzeln nach Riedern am Wald. Augustinerinnen ließen sich ebenfalls hier nieder. Die Herrschaft teilten sich nacheinander die Herren von Krenkingen, später die von Röteln und ab dem 13. Jahrhundert das Kloster St. Blasien mit der Landgrafschaft Stühlingen (1417 - 1806). Das Klostergebäude wurde zwischen 1997 und 1988 von der Bevölkerung mit großem Arbeitsaufwand restauriert und als Kulturstätte eingerichtet.
Mit der Gemeindereform 1975 wurden vier Täler zusammengeschlossen in denen Verwaltungsschwierigkeiten aus der Landschaft heraus bestehen blieben.

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Bücher über die Gemeinde Ühlingen-Birkendorf
Chickedie, die Tannenmeise
Die Amerikafahrt
Ühlingen-Birkendorf
Karl Sternadl 1945-1999 Eine Biographie
Rosita und Storch Adebar
Fürobed bim Klosterbäsle - Fragmentarische Überlieferungen um Berau
Begegnung in Brenden
Der heilige Laurentius auf dem Brendener Berg
Auf der Suche nach dem Glück
Fragen der Zeit
Das Geheimnis des Feldweges
Vom Hirtenbub zum Bürgermeister
Sein und Raum
 
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Letzte Aktualisierung dieser Information am 27.4.2005
  

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ISSN 1439-5940

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