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Todtmoos
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| Einwohner: |
2136 |
| Erste urkundliche Erwähnung: |
1255 |
| Jahr der Gemeindereform: |
1975 |
| Todtmoos im Internet: |
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Am Fuß des 1263 Meter hohen Hochkopfes liegt Todtmoos, Zentrum für Wallfahrer, Urlauber und Kurgäste. Der Name "Todtmoos" signalisiert, was die Menschen früher von dieser Landschaft hielten. Als "Totes Hochmoor" war die Gegend verschrien bis Dietrich von Rickenbach auf Geheiß einer Marienerscheinung eine Kirche errichten ließ. So erzählt jedenfalls die Legende. Zwischen Wehra und Todtenbach auf dem Schönen Bühl werde er eine Tanne finden, die durch ein Kreuz in der Rinde besonders auffalle. Diesen Baum solle er schlagen und Maria zu Ehren daraus eine Kapelle bauen. Der Wahrheitskern in dieser Legende ist, daß es den "arme Leut Pfarrer Dietrich von Rickenbach" gab. Er baute im Jahre 1255 auch wirklich eine Holzkapelle an der Stelle der heutigen Wallfahrtskirche. Dietrich war aber sicher nicht der erste, der die einsamen Wälder im Toten Moos durchstreifte. Waldbewohner fristeten hier als Holzfäller ihr kärgliches Dasein. Diese Holzfäller waren die "armen Leut", die Dietrich zu betreuen hatte. 1268 wurde die Holzkapelle durch eine steinerne Kirche ersetzt und von Bischof Eberhard II von Konstanz zur Pfarrkirche erhoben. Die Kirche stand unter dem Schutz des Grafen Rudolf von Habsburg, der in Ibach Güter vom Grafen von Tiefenstein übernommen hatte und von 1271 bis 1291 die deutsche Krone trug. Die Gründung des Ortes wird Walter von Klingen, dem Inhaber der Grafschaft Wehr zugesprochen. Er hatte 1260 dem Bischof von Konstanz und der Ordenskommende Beuggen das Deutschen Ritterordens den Wald Werra geschenkt. Das schließt aber nicht aus, daß die Holzkapelle zu diesem Zeitpunkt bereits stand. Herzog Leopold von Österreich schenkte die steinerne Kapelle des Rudolf von Habsburg 1319 an das Kloster St. Blasien. Fürstabt Martin Gerbert, der 1770 den Auftrag zur barocken Ausstattung der Kirche gab, schreibt in seiner Geschichte des Schwarzwaldes über Todtmoos: "Es ist dies eine Kirche, die bis auf den gegenwärtigen Tag von viel Volk und häufig besucht wird, um dort voll frommer Andacht die Gottesmutter und Jungfrau zu ehren, die ihren vom Kreuz abgenommenen Sohn hält." Vor allen Dingen in den Pestjahren des 15. Jahrhunderts knieten viele Menschen vor dieser Piéta nieder. Während des Basler Konzils 1439 ordnete der Rat eine Wallfahrt nach Todtmoos an, damit die Pest von der Stadt genommen werde. Noch heute kommen aus Hornussen, einem kleinen Ort im Schweizer Kanton Aargau, Jahr für Jahr Pilger an Pfingsten zur Wallfahrt, um ein Gelübde einzulösen. Bis zur Säkularisation hat das Kloster St. Blasien die Todtmooser Wallfahrt maßgeblich gefördert. Das älteste Gästehaus für Wallfahrer ist das "Adler". Es wurde 1781 eröffnet. 1983 wurde es zu einem Jugendgästehaus umgebaut. Die heutige Gemeinde Todtmoos besteht aus 13 Ortsteilen: Todtmoos-Au, Berghütte, Glashütte, Hintertodtmoos, Höfle, Lehen, Mättle, Prestenberg, Rütte, Strick, Schwarzenbach und Vordertodtmoos. Die heutige Tradition als Kurort reicht bis auf 1901 zurück als die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte die Klinik Wehrawald gründete. 1934 erhielt die Gemeinde das Prädikat "Heilklimatischer Kurort. Karlfried Graf Dürkheim und Maria Hippius gründeten in Rütte eine Existanzialpsychologische Bildungs- und Begegnungsstätte. |
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| Letzte Aktualisierung dieser Information am 27.4.2005 |
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