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Stühlingen
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| Einwohner: |
5287 |
| Erste urkundliche Erwähnung: |
1120 |
| Jahr der Gemeindereform: |
1975 |
| Stühlingen im Internet: |
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Von den historischen Herrschaftsgebieten, die im heutigen Kreis Waldshut bestanden, gehörten die Landgrafen von Stühlingen zum gewichtigen Hochadel. Entsprechend bedeutungsvoll sind die Gebäude der von der Burg Hohenlupfen überragten Stadt. Ihre Lage auf den Berggipfel hinauf schaffte große, stolze, trutzige Häuser in denen sich Kulturzentren entwickelten. Im "Adler" widmen sich Doris und Ingo Nietsche dem deutsch - jüdischen und osteuropäischen Gedankenaustausch. Im Haus Herrengasse 4 aus dem Jahre 1741 haben zwei Künstler eine Galerie eröffnet, die von sich reden macht. Der Schwarzwaldverein hat ein historisches Gebäude restauriert und macht dort mit Wechselausstellungen von sich reden. Und einmal im Jahr räumt das Ehepaar Schwarz ihr Privathaus um, damit Platz für Ausstellungen des Hausherrn und befreundeter Künstler ist. In "Sagen vom Hochrhein und Hotzenwald" aus der Feder von Hans und Brigitte Matt-Willmatt und Heidelore Goldammer stellt sich der Ursprung der Stühlinger aber anders dar: "Bei einem großen Sterben im Lande war in Stühlingen ein Männlein, das ohne Arme und Beine geboren war, als einziger Bewohner übrig geblieben. In des Grüningers Haus wälzte er sich in den Felsenkeller hinunter und nährte sich hier von einem großen Laib Käse und Wein, indem es den Faßhahn mit dem Munde öffnete und wieder schloß. Nachdem es längere Zeit also kümmerlich gelebt, fand es schließlich eine Frau. Sie heirateten und wurden zu den Stammeltern der Stühlinger." Über die Stärke der Schloßherren weiß der Volksmund ebenfalls zu berichten. "Stark und gewandt war der sechseinhalb Schuh große Landgraf Maximilian von Stühlingen, der die lange Treppe in seinem Schloß Hohenlupfen in drei Sätzen hinunterspringen und die wildesten Pferde bändigen konnte. Eines Tages wette er mit dem Freiherren von Wartenberg, er werde eher auf seinem Schimmel als jener auf seinem Rappen sitzen, obwohl er ihm noch vom oberen Stockwerk Antwort geben wolle, wenn der Freiherr bereits im unteren Stockwerk sei. Der Wartenberger eilte vor das Schloß, aber da saß der Landgraf bereits im Sattel seines Schimmels: Er war aus einem Fenster des oberen Stockwerkes gesprungen und hatte so die Wette gewonnen." Wie diese Geschichten wird auch die über den Beginn des Bauernkrieges entstanden sein. Danach soll die Herrin vom Schloß für ihre Gesellschaft einmal eine zu große Menge Schneckenhäuschen von ihren Untergeben gefordert haben, was für die Männer das Faß der Wut über die Herrschaft zum Überlaufen brachte. Fest steht nach einer Doktorarbeit des Japaners Hiroto Oka, daß der Bauernkrieg von Stühlingen seinen Ausgang nahm. Die Ursachen aber waren vielschichtig und hatten unter anderem viel mit der Lage der Herrschaft zu tun. Die Grafen von Lupfen und die Landgrafschaft Stühlingen erstreckte sich vom Wutachtal bis zum Schwarzatal. Sie lag somit im Einflußbereich des Klosters St. Blasien, das Klosters Allerheiligen hatte noch einige Rechte, das Kloster Rheinau und das Spital Waldshut , die Grafen von Sulz, der Landgraf von Klettgau und die Herren von Ofteringen hatten Rechte in verschiedenen Bereichen. Die Steuerlast der Bevölkerung mußte das Faß zum Überlaufen bringen. Heute gehören Bettmaringen, Blumegg, Eberfingen, Grimmelshofen, Lausheim, Mauchen, Schwaningen, Wangen und Weizen zur Gemeinde. Schloß Hohenlupfen ist immer noch in Fürstenhand und kann nicht besichtigt werden. Dagegen gehört das Kapuzinerkloster mit der zwischen 1680 und 1681 errichteten Loreto Kapelle zu den Kleinoden des Kreises. Loreto in Italien ist das große Vorbild des Heiligtums von Stühlingen. In Stühlingens Ortsteil Weizen ist aber auch das futuristischste Gebäude des Kreises Waldshut zu finden. Das Büro- und Produktionsgebäude der Sto AG wurde entworfen vom englischen Star-Architekten Mikal Wilford. Die Sto AG, die gedämmte Fassadensysteme, Putze, Farben, Akustiksysteme, Bodenbeschichtungen und Materialien für Betoninstandsetzungen herstellt, hat damit den gleichen Architekten wie die Stuttgarter Staatsgalerie.
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Bücher über die Gemeinde Stühlingen
Der Bauernkrieg in der Landgrafschaft Stühlingen und seine Vorgeschichte seit der Mitte des 15. Jahrhunderts
Franz Heinrich Gref 1872 - 1957
Von Gemeinsamkeit und Vielfalt
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Zusatzinformationen
Erinnerung an Karl Prestele
Karl Prestele in der Zeitungskritik
Der Komödiant
Karl Prestele: Werksverzeichnis
Karl Prestele: 2001
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| Letzte Aktualisierung dieser Information am 27.4.2005 |
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