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Murg
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| Einwohner: |
6860 |
| Erste urkundliche Erwähnung: |
1260 |
| Jahr der Gemeindereform: |
1973 |
| Murg im Internet: |
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Lange vor dem Zusammenschluß am 1. Januar 1973 arbeiteten die Orte Niederhof, Oberhof und Hänner mit Murg zusammen. Aus allen drei Epochen der Steinzeit sind in der Murger Lehmgrube Spuren menschlicher Anwesenheit gefunden worden. Eben diese Funde brachten die internationale Geschichtsforschung ein Stück weiter.
Die Kelten, hinterließen Spuren bei Rothaus (nicht zu verwechseln mit Rothaus in der Gemeinde Grafenhausen). Römer bauten Villen, deren Überreste heute noch zu besichtigen sind. Die Alemannen bauten die ursprüglich keltischen Siedlungen zu Dörfern aus. Ihre Missionierung durch den Heiligen Fridolin wurde durch das Kloster Säckingen fortgesetzt und führte zur Gründung von Verwaltungszentren, den Dinghöfen Niederhof, Oberhof, Diegeringen, Rhina, Harpolingen, Helgeringen, Egg und Katzenmoos. Zum Verwaltungsbereich dieser Dinghöfe gehörten auch Güter in Thimos, Zechenwihl und Hänner. Von all diesen Siedlungen ist Helgeringen von der Landkarte verschwunden.
Je nachdem wie Güter verkauft wurden, sind sie in Urkunden zu finden. Von Murg gibt es die ersten schriftlichen Nachweise dieser Art aus dem Jahre 1260, Oberhof 1281, Zechenwihl, Hänner 1240, Diegeringen 1300, Niederhof 1303. Mit der Übernahme durch die Grafschaft Hauenstein entstanden acht Selbstverwaltungszentren (Einungen), in denen die Bauern einen Sprecher (Einungsmeister) frei wählten. Murg war Sitz einer der Einungen. Im Dreißigjährigen Krieg brannte Murg fast völlig nieder. Man kann sagen, daß es in allen Jahrhunderten das Wechselspiel von Zerstörung und Wiederaufbau immer wieder stark erlebte. Truppendurchmärsche beim Burgunderkrieg (1476/77), Schwabenkrieg (1499), Bauernkrieg (1525), Dreißigjährigen Krieg (1618-1648), erneutem Bauernkrieg (1653), Holländischem Krieg 1674, PfälzischemKrieg (1688-1697), Spanischen Erbfolgekrieg (1701 - 1714) waren die eine Seite. Häufig waren sie verbunden mit Plünderungen und Brandschatzungen. Darüber hinaus wurde von den Untertanen beidseits des Rheins jeweils Steuern zur Finanzierung der Kriege gefordert, in die das Haus Habsburg verwickelt war beziehungsweise selbst führte wie den Österreichischen Erbfolgekrieg (1756-1763) und den Siebenjährigen Krieg (1756-1763).
Als Einungssitz wirkten Persönlichkeiten aus Murg mit an den Bestrebungen der Hauensteiner, demokratische Strukturen einzurichten. Als die Auseinandersetzung darum in die sogenannten Salpeterer Unruhen mündete, war die Murger Bevölkerung auch hiervon betroffen.
Napoleon schließlich zieht 1803 die Grenzen in Europa neu. Murg wird dem Großherzogtum Baden zugeordnet. Eine Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs beginnt durch Schaffen einer Infrastruktur.
Rudolf Metz beschreibt die Verkehrsanbindungen bis dahin so: "Nur Saumtiere oder Hausierer mit ihrer Krätze (ein Gestell auf dem die Ware befestigt war) auf dem Rücken fanden den Weg zu den abgelegenen Wohnplätzen auf dem Wald." Der Abschnitt von Säckingen über Murg nach Laufenburg war für Post und Reisewagen sowie für schwere Fuhrwerke nicht befahrbar. Zwischen 1812 und 1818 wurde diese Strecke ausgebaut. (Heute ist die B 34 so stark frequentiert, daß sie bereits zum Problem für die Bevölkerung wird und eine Alternative gefordert und diskutiert wird. Die Planung einer neuer Straße aber stößt auf viele Probleme, die sich aus der landschaftlichen Struktur ergeben. Ganz gleich wie eine neue Trasse geführt werden wird, sie wird Einschnitte in die Landschaft mit sich bringen.)
Zwischen 1867 und 1869 baute der Eisenbahn- und Straßenbauer Robert Gerwig durch das Tal der Hauensteiner Murg eine Straße. Mit ihr wurde der gesamte Hotzenwald an das Rheintal angeschlossen. 1885 wurde durch diese Straße eine tägliche Postverbindung von Murg über Hottingen und Herrischried ermöglicht. Heute dient diese Straße nur noch für die Holzabfuhr. Der Verkehr fließt ab Murg durch die Orte Niederhof, Oberhof, Hänner nach Hottingen. Eine weitere zwischen 1906 und 1908 gebaute Straße führt westlich des Murgtales nach Harpolingen. Sie schließt einen Ring mit der von Bad Säckingen in den Raum Rickenbach führenden Straße. Murg ist somit das "wirtschaftliche Tor zum vorderen Hotzenwald". Partner in Europa: Mehun sur Yèvre Frankreich |
Bücher über die Gemeinde Murg
Litlith. Adams erste Frau
Rezepte zum Fairen Handel(n)
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Zusatzinformationen
Auftrag der Weltkultur: FairHandel
Kämpfer um Menschen und Rechte
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| Letzte Aktualisierung dieser Information am 27.4.2005 |
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