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Laufenburg (Baden)

Einwohner: 8466
Erste urkundliche Erwähnung: 1207
Jahr der Gemeindereform: 1975
Laufenburg (Baden) im Internet: 
   
  
Laufenburg hat einen deutschen, genauer gesagt einen badischen und einen schweizerischen Stadtteil. Seine Hauptstraße ist eine Brücke über den Rhein. Die Gemeinsamkeit verdankt es seinen Erbauern, den Habsburgern, die Zollschranke Napoleon. Im Bewußtsein der Bevölkerung blieben auch nach der Trennung 1801 gemeinsame Traditionen erhalten. Das schmerzlichste bei der Teilung muß die Aufteilung des Vermögens gewesen sein, denn es war von Bürgern beider Rheinseiten angesammelt worden.
Unter Kaiserin Maria Theresia 1740-1780 und ihrem Thronfolger Josef II erlebten die Laufenburger Glanzzeiten. Diese endeten durch eine neue Weltordnung, die "Einheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" auf ihr Banner schrieb. Napoleon sorgte für Umverteilung von Besitz. Kaiser und Reich mußten durch die Friedensschlüsse von Basel 1795 und Campoformio 1797 das linke Rheinufer an Frankreich abtreten und erhielten dafür Klosterbesitz.
Mit dem Frieden von Lunéville 1801 wurde die Geschichte von Laufenburg, Baden begonnen. Erst sieben Jahr nach der Teilung konnte ein Staatsvertrag zwischen dem Großherzogtum Baden und dem Kanton Aargau die Finanzen regeln. Die Festlegung 1/3 des Stadtvermögens für Laufenburg, Baden, 2/3 für Großlaufenburg, Aargau entpuppte sich aber als zu oberflächlich und nicht durchführbar. Erst ein "Hauptvertrag über das Kommunalwesen" schaffte es 1827, die Verhältnisse beider Gemeinden zu regeln.
Chronist Theo Nawrath schreibt: "Die ersten Jahrzehnte der Selbständigkeit waren für die Kleinstadt mit ihren nur 270 Einwohner sehr schwierig. Nicht nur, daß durch die Trennung verwandtschaftliche Bande zerrissen wurden und Gegensätze entstanden, sondern die Kleinstadt mußte auch noch die Einrichtungen einer selbständigen Gemeinde schaffen, denn Rathaus, Schule, Spital, Post usw. befanden sich in der "mereren" Stadt. In dieser schwierigen Zeit erwies sich der Syndikus von Waldshut, Mathias Föhrenbach, als wahrer Helfer und Retter der Kleinstadt.
Bis der Regionalverband Hochrhein-Bodensee und das Baudepartement Kanton Aargau 1996 ein von der Europäischen Union gefördertes "Strukturmodell Hochrhein" vorstellten, sollte materielles Denken die Stadtpolitik bestimmen. Zum Beispiel die Rheinstromschnellen sprengen, um ein Kraftwerk bauen zu können. Im "Strukturmodell" wird eine gemeinsame Zukunft mit traditionellen Werten wie Landschaft- und Naturschutz wieder im Vordergrund stehen.
Bis zur letzten Gemeindereform wurde Laufenburg erweitert durch Anschlüsse ehemals selbständiger Orte: Rhina (1933), Stadenhausen (1934), Grunholz (1971), Hauenstein, Binzgen, Luttingen und Rotzel (1972), Hochsal 1975. Rhina und Hochsal wurden Kraft Gesetzes eingemeindet, alle anderen schlossen sich der Stadtgemeinde freiwillig an.
Bei der Eingemeindung von Hauenstein rückte die Geschichte der Hauensteiner ins Bewußtsein von Bundespräsident Gustav Heinemann. Mit dem Wappenteller von Laufenburg prägte sie sich ein und führte später zu seiner Äußerung, die Wiege deutscher Demokratie stehe nicht in der Paulskirche von Frankfurt, sondern in Hauenstein, im Kreis Waldshut. 
Bücher über die Gemeinde Laufenburg (Baden)
Die Gefangene des Kardinals
Fischer - Flösser - Laufenknechte
Der Flösser von Laufenburg
Die Hexe von Freiburg
Einung und Eidgenossenschaft
Tod am Hochrhein
Die Konkubine
 
Zusatzinformationen
Stipendium beider Laufenburg
 
Letzte Aktualisierung dieser Information am 27.4.2005
  

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ISSN 1439-5940

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