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Küssaberg
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| Einwohner: |
5554 |
| Erste urkundliche Erwähnung: |
872 |
| Jahr der Gemeindereform: |
1975 |
| Küssaberg im Internet: |
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"Ave, ich bin Marcus Julius, bin 20 Jahre alt und diene als Legionär in der 3. Kohorte der 19. Legion. So ein Legionärsleben ist gar nicht so schlecht, auch wenn es sehr hart ist." So beginnen die Vorsitzenden des Museumsvereins Küssaberg, Brigritte Rossa und Anni Schramm ihre "Politischen Hintergründe der Germanien Offensive". Das 20 Seiten umfassende Heft macht erzählend klar, wie Leben im Rückspiegel betrachtet zur Geschichte wird. Das "Museum Küssaberg" liegt im alten Rathaus von Rheinheim, gleich am Brückenkopf zu Zurzach und ist von Lage und Name her ein Stück Gemeindegeschichte. Die Gemeinde wurde zwischen 1970 und 1975 als Zusammenschluß der Ortsteile Bechtersbohl, Dangstetten, Ettikon, Kadelburg, Küßnach, Reckingen und Rheimheim gebildet. Ihren Namen gab sie sich nach dem weit ins Klettgau sichtbare Wahrzeichen, der Küssaburg. Wie in Laufenburg, Waldshut-Tiengen und Weilheim ist es die Telekom, die das Gemeindegebiet nach Landschaftsstruktur gliedert: Zur Vorwahl Klettgau gehören Bechtersbohl, und Küßnach, zur Vorwahl Tiengen: Kadelburg, Ettikon, Dangstetten, Reckingen und Rheinheim. Mit Küßnach hat die Gemeinde einen Ortsteil dessen Namensverwandtschaft mit Küssnacht am Schweizer Vierwaldstättersee und Küsnacht am Zürichsee Ortspartnerschaften hervorrief. Die unterschiedliche Schreibweise hört keiner beim Sprechen. Die Küssaburg erhebt sich 629 Meter zwischen den Tälern des Rheins und des Klettgaus. Ein Wachtturm der Römer sicherte von hier aus die Römerstraße von Windisch über Zurzach, Bechtersbohl, Erzingen und Schleitheim nach Rottweil. Graf Gotspert erbaute 872 an dieser Stelle seine Burg. Im 12. und 13. Jahrhundert war sie der Sitz der Freiherren von Küssaburg, danach wechselte sie mehrmals die Besitzer. Rudolf von Sulz baute sie aus. Im Bauernkrieg von 1524 war sie eine uneinnehmbare Festung. Hundert Jahre später konnte sie ihre Wehrhaftigkeit im Dreißigjährigen Krieg nicht beweisen, denn die Besatzung sprengte sie vor den anrückenden Schweden selbst in die Luft und floh in die Schweiz. Es wird angenommen, daß ein Teil der Burgbevölkerung dabei die gleiche Fähre, die "Gierfähre" bei Kadelburg, benutzte, wie es schon die Römer taten. Ein anderer Teil mag über die Brücke von Rheinheim nach Zurzach geflohen sein. Die ältesten Gebäude der Gemeinde sind im Ortsteil Kadelburg die "Trotte" mit einem schönen Treppengiebel, die "Zehnscheuer" und das alte Rathaus. Im Ortsteil Rheinheim hat die Michaelskirche einen sehenswerten Barockaltar. Sie steht auf einem Brückenkopf der ehemaligen Römerbrücke. Im zweiten Weltkrieg sorgten die engen Verbindungen zwischen den Menschen beider Rheinseiten dafür, daß die Brücke von Rheinheim nicht gesprengt wurde.
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| Letzte Aktualisierung dieser Information am 27.4.2005 |
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