1und1 Baumzeit - zeitloses aus holz IKUBI






Veranstaltungen











Suche im Kulturnetz


Erweiterte Suche
   
   
   
   
Über den Ort...Personen
  

Klettgau

Einwohner: 7399
Erste urkundliche Erwähnung: 1971
Jahr der Gemeindereform: 1971
Klettgau im Internet: 
   
  
Klettgau, die Bezeichnung einer Landschaft, wurde 1971 zum Gemeindenamen der Orte Erzingen, Grießen, Geißlingen, Rechberg, Bühl, Riedern am Sand und Weisweil. Wer den Wegweisern Klettgau folgt, erreicht einen Großraum von 45,77 Quadratkilometern, in dem er sich dann nach den Ortsteilschildern weiter orientieren muß. Das Klettgau ist eine Landschaft, die die Grenzen zwischen Deutschland und der Schweiz aufhebt. Es wird nur von relativ kleinen Bächen durchzogen. Vor allem im schweizerischen Teil sickern die Oberflächenwasser häufig in das Grundwasser ein. Unter der Oberfläche befindet sich ein unterirdisches Süßwasserreservoire, die Klettgaurinne.
Ein Gletscher füllte im Tafeljura ein Tal aus, das im Tertiär dem Rhein zum Flußbett wurde. Nach der Würmzeit verließ der Rhein dieses Flußbett und nahm seinen heutigen Lauf. Das ehemalige Flußbett - die Klettgaurinne - füllte sich mit Alpenschotter. Bis zu 50 Meter sind diese Schuttschichten dick. Tonschichten, die als "Klettgau Löß" bekannt wurden, lagern im deutschen Teil in bis zu 20 Metern Dicke darüber. Im Schweizer Teil ist statt dessen gipshaltiger Keupen zu finden. Abgeschlossen wird das ehemalige Flußtal im Süden mit einer 250 Meter dicken Malmschicht. Dieser "Verschluß" läßt den Volksmund von einem unterirdischen See sprechen. Die Namen der Tiefbrunnen "Im See" von Weisweil und "Kless" von Geißlingen sind nur zwei Beispiele für die Vorstellung, die das Volk aus Jahrtausende alter Überlieferung von diesem Wasservorrat hat.
Seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts führt das Kantonale Tiefbauamt Schaffhausen intensive Untersuchungen durch. Innerhalb von 30 Jahren wurden Wasserstandsschwankungen beobachtet von bis zu 9,50 Metern. Auf deutscher Seite laufen biologische Untersuchungen der Oberflächengewässer, der gesamten Klettgaurinne. Einem Zweckverband der Wassernutzung Klettgau gehört auch die Stadt Waldshut-Tiengen an. Tiengen war - historisch gesehen - einmal die "Hauptstadt" des Klettgaus.
Die Römer, die den Wein in die Region brachten, kannte den Rhein als Grenze noch nicht. Der 35 Hektar große Rebberg von Erzingen stößt an der Schweizer Grenze unmittelbar mit dem schweizerischen Rebberg Trasingen zusammen. Der Erzinger Kapellenberg ist mittlerweile überregional bekannt. Die Winzergenossenschaft rühmt sich mit den 500 Meter über NN liegenden Rebanlagen, die südlichste und zugleich höchst gelegene Weinbaugemeinde Deutschlands zu sein.
Auf dem Friedhof von Grießen erlitten die Bauern in den Bauernkriegen (1524-25) eine letzte, entscheidende Niederlage.
Die Schutzpatonin des Klettgau ist die Heilige Notburga. Ihr ist die Pfarrkirche in Bühl geweiht. Ihr schloßähnliches Pfarrhaus in gotischem Stil verdient Beachtung.

Europa Kontakt:
Clisson
Frankreich, Bretagne
 
Bücher über die Gemeinde Klettgau
So isch es gsii ...
Helles Haus vor dunklem Grund
 
Zusatzinformationen
Schauspielkunst als Lebenshilfe
 
Letzte Aktualisierung dieser Information am 27.4.2005
  

optimiert für NN4.5/IE4.0

ISSN 1439-5940

© Kulturnetz mc