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Ibach
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| Einwohner: |
417 |
| Erste urkundliche Erwähnung: |
1240 |
| Jahr der Gemeindereform: |
1973 |
| Ibach im Internet: |
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Im Gemeindegebiet von Ibach liegt die Bevölkerungsdichte weit unter der des übrigen Kreisgebietes von Waldshut. Wohnen kreisweit 145 Einwohner auf einem Quadratkilometer, so sind es in Ibach nur 16. Der zwischen Todtmoos und St. Blasien von Norden nach Süden fließende Ibach formte eine Talmulde, die der Gemeinde den Namen gab. Die Bevölkerung zählt sich zu den Hotzenwäldern, weil von hier aus die tiefer gelegenen Regionen urbar gemacht wurden. Nördlich des Ibacher Tales liegt in einer Hochmulde das Quellgebiet des Steinenbachs und der Ortsteil Mutterslehen. Westlich liegt im Quellgebiet des Schwarzenbaches der Ortsteil Lindau. Das Tal wurde von einem der Feldberggletscher gestaltet und bildet eine Zone von besonderem Reiz, um deren Erhalt sich engagierte Menschen seit Generationen intensiv bemühen und dem Straßenbau Bürgerinitiativen gegenüberstellen.
Es mögen die Quellen gewesen sein, die sowohl Mönche anzogen als auch für die Herren von Tiefenstein (heute Gemeinde Görwihl) interessant waren. Die Tiefensteiner errichteten um 1100 in Unteribach eine solide Wohnburg aus mächtigen Buckelquadern zum Schutz der Freibauern. Diethelm von Tiefenstein baute 1240 eine Kirche mit klösterlichen Niederlassungen auf dem Ibacher Bühl und übergab sie der Benediktinerabtei zu Stein am Rhein. Diese entsandt sechs Mönche, um sowohl die Grablegung der Herren von Tiefenstein zu schützen als auch die Seelsorge für die Freibauern zu übernehmen. Mit der Stiftung verbunden waren Güter in 18 Ortschaften des Hotzenwaldes von Hochsal bis Wittenschwand und Urberg. Diesen Benediktinermönchen stand der Grundzins der Freibauern zu. Dieser gesamte Bereich erhielt den Namen "Cella Nova", "Neuenzell". Diethelm von Tiefenstein selbst trat in den Orden ein.
Rudolf von Habsburg, der 1273 deutsche Königswürde übernahm, besetzte Neuenzell 1243 und vertrieb die Mönche zurück nach Stein am Rhein. Er nutzte das Burgkloster als Jagdschloß und strich das Stiftungsvermögen ein. Deswegen drohte ihm der Kirchenbann. So zahlte er 500 Silbermark als Entschädigung für die Zerstörung der Klosterkapelle, ließ sie wieder aufbauen und erklärte Neuenzell als Habsburgische Patronatspfarrei. Damit war die Habsburger Linie im Schwarzwald und Hotzenwald gesichert. 1315 wurde der Besitz von Herzog Leopold von Österreich, einem Verwandten der Habsburger Linie, dem Kloster St. Blasien übergeben.
Die Neuenzell war nicht in die Grafschaft Hauenstein integriert. Aber durch die verbrieften Rechte blieben die Ibacher Freibauern gegenüber dem Kloster St. Blasien rechtlich und wirtschaftlich unabhängig. Obwohl sie nicht zu den Einungen gehörten, genossen sie die gleichen Privilegien. Dadurch wurden die Ibacher auch nicht in die sogenannten Salpeterer Unruhen gezogen. Das Kloster versorgte die Probstei Neuenzell mit tüchtigen Pröbsten, die die freie Verfügbarkeit der Freibauern über ihr Land respektierten. Es galt keine Einschränkung beim Verkauf oder in der Freizügigkeit des Erbrechts. Für die Pröbste der Neuenzell schaffte dies aber auch Schwierigkeiten, weil die Güter durch Teilverkäufe und Erbteilungen immer kleiner wurden. 1558 hörte das Kloster St. Blasien auf, die Probstei Neuenzell zu besetzen. Ein "Waldprobst" vertrat nun die Rechte von Neuenzell auf dem Hotzenwald. In der Zeit der Gegenreformation erhielt Ibach im Jahre 1698 eine neue Kirche, die größer war als die von Diethelm von Tiefenstein und Rudolf von Habsburg errichtete.
Als Fürstabt Martin Gerbert die Verhältnisse 1787 neu ordnete, wurde die Probstei Neuenzell als Pfarrei eingerichtet, zu der Mutterslehen, Oberibach, Unteribach, Lindau aber auch Ruchenschwand und Wittenschwand (heute politische Gemeinde Dachsberg) gehörten. Der politische Zusammenschluß der Weiler erfolgte 1805 - allerdings ohne Ruchenschwand und Wittenschwand. Als das Kloster St. Blasien seine Auflösung kommen sah, überließ es den Ibachern verkaufsweise zu einem mehr symbolischen Preis viele Waldparzellen zum privaten Eigentum. Dies ermöglichte zahlreichen Familien das Überleben ins 19. Jahrhundert.
Nach der Säkularisation und der Gründung des Großherzogtums Baden wurde die "innere Selbstverwaltung" mit eigener Gerichtsbarkeit der Neuenzell respektiert.
In der Gemeindereform zwischen 1970 und 1975 wurde Ibach als kleinste selbständige Gemeinde anerkannt. |
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| Letzte Aktualisierung dieser Information am 27.4.2005 |
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