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Hohentengen

Einwohner: 3556
Erste urkundliche Erwähnung: 1243
Jahr der Gemeindereform: 1975
Hohentengen im Internet: 
    
  
Erst seit 1800 hat Hohentengen seine Identität durch Namensänderung eindeutig gemacht. "Teinigon", "Thengen" oder "Tieingen" schafften immer wieder Verwirrung unter Historikern. Denn weiter südlich, im Hegau liegen Ortschaften mit ähnlichen Namen. Gesichert ist, daß mit einer Urkunde aus dem Jahre 1243 mit "Tieingen" nicht die ehemalige Klettgaustadt Tiengen, sondern das heutige Hohentengen gemeint ist. Diese Urkunde gilt daher als der erste schriftliche Nachweis des Ortes.
Drei Burgen befestigten den Rheinbogen: westlich die Burgen Rötteln und Weißwasserstelzen am rechten Rheinufer und die Burg Wasserstelzen am linken Rheinufer (der heutigen Schweiz). Sie alle ruhen wahrscheinlich auf Grundmauern römischer Befestigungsanlagen wie sie gegen die Alemannen im dritten und vierten Jahrhundert errichtet wurden. Bei der noch in Resten erhaltenen Burg Rötteln konnte unter dem Turm Teile einer römischen Anlage gefunden werden. Dieser Turm zeugt gleichzeitig von den wechselhaften Besitzverhältnissen des Gebietes. Im Portal befindet sich ein prächtiges Wappen des Erzbischofs von Konstanz mit Krummstab und Schwert als Zeichen geistlicher und weltlicher Macht. Als architektonische Besonderheit gilt der Dachstuhl des Turmes. Er wurde um 1500 errichtet und zwar ohne einen einzigen Nagel zu benutzen.
Die Geschichte von Hohentengen ist eng verflochten mit der von Kaiserstuhl, das heute in der Schweiz liegt. Von seiner Zugehörigkeit des Gebietes zum Einflußbereich der Bischöfe aus Konstanz zeugt die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, die am 2. Dezember 1520 vom Konstanzer Bischof geweiht wurde. Ihre Fundamente ruhen auf Resten eines Gotteshaus aus der Karolinger Zeit.
Das Geschlecht der aus dem fränkischen Raum stammenden Karolinger gewann in der Mitte des 7. Jahrhunderts an Macht. Die Alemannen, die auf der linken und rechten Rheinseite im Herzogtum Alamannen Einfluß erworben hatten, bildeten einen harten Gegenpol. Selbstbewußt traten sie gegen die neuen Herren an, wurden aber 746 unterworfen. Ihr Herzogtum wurde aufgelöst und in die bei den Franken üblichen Amtsbezirke - "Gau" eingeteilt.
Der Weinbau der Römer war im Herzogtum Alamannen weiter betrieben worden. Über Jahrhunderte bauten die Kaiserstühler ihren Wein auf Hohentengener Seite an. Schon damals wußte man, wo guter Wein wächst. Der "Hohentengener Ölberg", das heutige 20 Hektar umfassende Weingut Engelhof, südlichstes Weingut Deutschlands, gehörte ursprünglich den Kaiserstühlern. Der Engelhof wurde 1628 vom bischhöflichen Vogt Pelagius Erzli gegründet. Mit der Festlegung des Rheins als Grenze zur Schweiz (1806) verfiel der Weinbau in Hohentengen allmählich.
Seit 1986 wird von der Familie Netzhammer auf dem ehemaligen Engelhof wieder Wein angebaut. Ausgebaut wird er nach dem Schweizer Verfahren des biologischen Säureabbaus. Weinbauingenieur Georg Netzhammer studierte sein Handwerk im Schweizer Wädenswil.
Mit der Gemeindereform wurden die Gemeinden Bergöschingen, Hohentengen mit Herdern, Lienheim und Stetten mit Günzgen, zur Gemeinde Hohentengen zusammengeschlossen. Diese Verbindung kam erst 1975 zustande, weil sie von heftigsten Protesten aus dem Altgemeinden begleitet war. 
  Zusatzinformationen
Deutsch-Schweizer Skulpturenweg als Rheinrundweg
Gerechte Verteilung von Fluglärm ?
 
Letzte Aktualisierung dieser Information am 27.4.2005
  

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ISSN 1439-5940

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