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Herrischried
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| Einwohner: |
2745 |
| Erste urkundliche Erwähnung: |
1281 |
| Jahr der Gemeindereform: |
1973 |
| Herrischried im Internet: |
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Als Rodungssiedlung des Klosters Säckingen wird Herrischried 1281 erstmals in Urkunden erwähnt. Seine wechselvolle Geschichte ist eng mit der Grafschaft Hauenstein verknüpft. Als die Unruhen durch Umsiedelung der sogenannten "Unruhigen" ins ungarische Banat beendet wurden befanden sich unter ihnen auch Freibauern Familien aus dem Gebiet der heutigen Gemeinde Herrischried. Seit zwei Jahren wird der "Hotzenwälder Banatabend" in Herrischrieds Rotmooshalle gefeiert.
Seine Landschaft brachte Herrischried Dichterruhm ein. Kein geringerer als Johann Peter Hebel reimte "Mine Auge g'fallt Herrischried im Wald". Der Dichter in alemannischer Mundart wurde 1760 in Basel geboren. Seine Meisterwerke an Anekdoten und Kurzerzählungen wurden bekannt durch ihren feinen Humor. 1826 starb er in Schwetzingen.
Noch ein Dichter hatte Herrischried in Herz geschlossen: Joseph Viktor von Scheffel (1826 - 1886). Der Lyriker und Bibliothekar von Donaueschingen (1857) und Hofrat von Weimar (1876) bereiste nicht nur Italien. Der Hotzenwald und Säckingen hatten es ihm angetan. Seine Verserzählung von 1854 "Der Trompeter von Säckingen" ist eine Hommage an Land und Leute. Auf einem Hof von Herrischried soll er einmal übernachtet haben. Es wundert also nicht, wenn sich Herrischrieds Bevölkerung mit besonderes Engagement dem Erhalt von Kulturgütern widmet.
1973 wurden Großherrischwand, Herrischried, Hogschür, Hornberg, Niedergebisbach, Rütte und Wehrhalden zur Gemeinde Herrschischried zusammengeschlossen. Das Gemeindegebiet reicht in seinen Höhenlagen von 490 Metern bis auf 1050 Meter hinauf. 1979 schien festzustehen, daß das letzte strohgedeckte Hotzenhaus, der heutige Klausenhof, nicht mehr zu retten sei. Ein Förderverein wurde gegründet. Balken um Balken, Stein um Stein wurden abgetragen und alles fotografisch festgehalten. So konnte festgestellt werden, daß die gotische Vier, die in einen Balken eingeschnitten war, irrtümlich als Acht gelesen worden war. Nicht 1828 war das Hotzenhaus errichtet worden, sondern bereits 1424. Der Anfang der Lindauer Säge reicht ins 16. Jahrhundert zurück. Sie wird erstmals 1595 in einem Lehensvertrag erwähnt. Drei Jahre später erhielt der "Seger Georg Bölern von Schlageten" das Nutzungsrecht. Zu diesem Zeitpunkt stand sie noch rund 10 Kilometer von ihrem jetzigen Standort entfernt in Lindau bei Ibach. 1984 wurde sie ebenfalls Stein auf Stein, Balken um Balken abgetragen und an ihrem heutigen Standort wieder errichtet. So hat der Luftkurort mit seinen als Erholungsgebiet anerkannten Ortsteilen heute mehrer kulturelle Attraktionen und baut sie aus. Der Klausenhof wurde zur Freilichtbühne, der ökologisch geführte Hof Berggarten zum Skulpturengarten von besonderem Reiz.
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Bücher über die Gemeinde Herrischried
Herrgott isch des schön!
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| Letzte Aktualisierung dieser Information am 27.4.2005 |
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