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Häusern
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| Einwohner: |
1329 |
| Erste urkundliche Erwähnung: |
1092 |
| Jahr der Gemeindereform: |
1975 |
| Häusern im Internet: |
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Das erste Haus im heutigen Häusern war der Hof des Witilo, für den 1092 im Auftrag des Grafen von Nellenburg der Wald nördlich von Höchenschwand gerodet wurde. St. Blasien bewirtschaftete ihn anschließend als Mönchshof oder Bruderhof. 1330 wurde er in einen Wimenihof umgewandelt, das heißt, der Bewohner dieses Hofes hatte die Pflicht, zweimal pro Jahr mit einem Fuhrwerk Wein aus dem Breisgau oder Markgräflerland nach St. Blasien zu befördern. Für den Transport stellte das Kloster den Wagen und die Fässer zur Verfügung. Der Bauer mußte die Zugtiere beibringen. Beaufsichtigt wurde der Zug vom Waldprobst, der für die Nahrung des Fuhrmannes zu sorgen hatte. 1328 hatte Häusern zehn Bauernhöfe und sechs sonstige Güter. Zwischen Höchenschwand und Häusern war die Gemarkungsgrenze fließend. Innerhalb der Grafschaft Hauenstein gehörte Häusern zur Einung Höchenschwand. Im 16. Jahrhundert zählte Häusern zu den am weitesten entwickelten Siedlungen. Ein "Geschworener" ersetzte den Dorfmeier und wurde Ende des 18. Jahrhunderts selbst zu einer Vogtei, in die Höchenschwand eingegliedert war. Das Problem aller Bewohner der kargen Landschaft waren die Abgaben, die ans Kloster, den Landesherrn und seine Bediensteten zu entrichten waren. Weil häufig kein Geld im Haus war, wurde der "Zins" mit Arbeit abgegolten. Bei diesen Frondiensten hatten die Herrschaften für die Nahrung der Arbeitenden zu sorgen. Der Vorteil lag oft auf beiden Seiten. War die Verschuldung so groß, daß sie nicht mehr mit Arbeit aufgewogen werden konnte, dann wurde auf das Land der "Freien Bauern" der Grafschaft Hauenstein zurückgegriffen. Durch zahlreiche Kriege, besonders durch den Dreißigjährigen Krieg wurden die Abgaben der Bauern immer höher. Es gab immer mehr Menschen, die außer dem Leben nichts mehr besaßen. Um den Einungsmeistern, den frei gewählten, ehrenamtlich arbeiteten Sprechern die Argumente zu nehmen, es könne keine "Leibeigenschaft" geben, wurden die Menschen ohne Besitz vom Kloster als "des Klosters eigen Leut" bezeichnet. Wegen "Zins" auf jedes Maß Wein, das im Wirtshaus oder zu Hause getrunken wurde, marschierten die Bauern am 30. August 1614 nach Waldshut, um vor dem Waldvogt, als dem Vertreter des Landesherrn, die Rücknahme dieses Weinpfennigs zu erwirken. Vergeblich. 1632 wurde in Häusern eine hölzerne Leitung gebaut, um drei Brunnen mit frischem Quellwasser zu speisen. Dafür mußte ein "Haferzins", also eine bestimmte Menge Hafer entrichtet werden. Eine "modernere Form der Wasserversorgungsgebühr" war dann die Umwandlung des Haferzinses in eine Jahresabgabe von 18 Kreuzern. Bis 1787 gehörten Häusern und Höchenschwand als Pfarrei zusammen. Dann entschied die Landesregierung in Wien, daß Häusern zu St. Blasien gehören solle. Für die Menschen bedeutete dies: viel längere Wege zu den Gottesdiensten. So wurde 1790 bis 1804 wieder "umgepfarrt" nach Höchenschwand, von 1804 bis 1951 wiederum nach St. Blasien und seit 1978 wieder zu Höchenschwand. Mit der Gemeindereform wurde Häusern 1975 selbständige Gemeinde, bildet aber eine Verwaltungsgemeinschaft mit St. Basien. Eine Wirtsfamilie, die sich heute auf kulturellem Gebiet besonders stark engagiert, ist die Familie Zumkeller. 1860 erhielt sie das Bürgerrecht, mußte allerdings dafür eine Menge zahlen. Heute investiert die Familie in eine Konzertreihe. Sie heißt St. Blasier Musikfrühling und findet im Kloster St. Blasien jeweils im Frühjahr statt. Partnerschaft in Europa: Kurort Hartha Deutschland |
Bücher über die Gemeinde Häusern
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| Letzte Aktualisierung dieser Information am 27.4.2005 |
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