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Görwihl
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| Einwohner: |
4604 |
| Erste urkundliche Erwähnung: |
1240 |
| Jahr der Gemeindereform: |
1975 |
| Görwihl im Internet: |
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In Görwihl schlägt eines der Herzen von Heimatverbundenheit und Hotzenwälder Geschichte. Sichtbar ist es im Heimatmuseum. Die Gemeindegrenzen umschließen seit 1975 neun selbständige Gemeinden und den in geschichtlichen Zeiten vielfach aufgeteilten Ort Tiefenstein. Fast sieht es so aus, als seien drei Pfarrbezirke zur politischen Gemeinde zusammengeschlossen worden. Görwihl mit den Orten Hartschwand, Rotzingen und Tiefenstein, Niederwihl mit Oberwihl und Rüßwihl und schließlich Strittmatt mit Engelschwand und Segeten. "wihl", wie auf der rechten Rheinseite geschrieben wird und "wil", wie man linksrheinisch schreibt, sind alte alemannische Begriffe. Sie stehen für "Ort". Rechtsrheinisch spricht man von den "Alemannen", linksrheinisch von den Alamannen und je nachdem welche Richtung die ambitionierten Privat-Heimatforscher vertreten, benutzen sie das e oder a. Die Geschichte dieser Dörfer zeigt in ihrer Entwicklung große gemeinsame Strukturen, denn es ist Ale(a)mannen Siedlungsland. Zwischen 1240 und 1280 taucht der Name Görwihl auf, aber die römische Schreibweise Gerswillare ist bereits 1193 zu lesen. Rodungen zur Gründung neuer Orte gingen bis zu Beginn des 14. Jahrhunderts weitgehend von den Freiherren der Burg Tiefenstein aus. Rudolf von Habsburg, der mit diesem Geschlecht weitläufig verwandt war, zerstörte 1272 die Burg und beendete damit die Herrschaft der Tiefensteiner. Im Herrschaftsbereich der Hauensteiner war Görwihl Sitz der größten "Einung". Diese zählte um das Jahr 1750 23 Orte, 421 Häuser und 4373 Einwohner. Man glaubt in der Schweizer Geschichte zu stecken, liest man die Beschreibungen von der Wahl eines Einungsmeisters. "Unter freiem Himmel gewählt von Männern nach demokratischen Regeln auf ein Jahr." In Görwihl trafen sich eine Woche nach der Wahl alle acht Einungsmeister, die dann den Redmann, also ihren Sprecher wählten. Dieser war dann der oberste Vertreter der Grafschaft Hauenstein und Bindeglied zur vorderösterreichischen Regierung. Der heutige Gasthof Adler in Görwihl (Bild) wird als Freihof und Gerichtsstätte bereits 1418 erwähnt. Er war der wichtigste Verwaltungssitz in der Hauensteinischen Bauernrepublik und spielte in den Salpeterer Unruhen eine bedeutende Rolle. Die Neuordnung Napoleons schlug Görwihl - wie das gesamte Land des Klosters St. Blasien - dem Großherzogtum Baden zu. Die unterste Ebene gehörte zum badischen Teil des geteilten Laufenburg, später war Waldshut, dann Säckingen Verwaltungssitz. Die Gemeindereform berücksichtigte 1973 für Görwihl historische Wurzeln und führte das viergeteilte Dorf Tiefenstein wieder zusammen. |
Bücher über die Gemeinde Görwihl
Erinnerungen - Vom Waldstadtbub zum Hotzenwald-Doktor
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| Letzte Aktualisierung dieser Information am 27.4.2005 |
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