









|
| | | | | | |  | |  | | |
|
Dettighofen
|
| Einwohner: |
1052 |
| Erste urkundliche Erwähnung: |
900 |
| Jahr der Gemeindereform: |
1973 |
| Dettighofen im Internet: |
|
| |
Dettighofen, die zweit kleinste Gemeinde des Kreises, geht auf den Hof des Tetting zurück, der im 9. Jahrhundert dem Kloster Rheinau unterstand. Die heutige Gemeinde blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, die sehr viel mit den heutigen Schweizer Nachbarn zu tun hat. Zu Dettighofen gehören Eichberg, Albführen. Baltersweiler und Berwangen. Dreiviertel der Gemarkungsgrenze sind Landesgrenze zur Schweiz. Diesen Umstand verdankt die Gemeinde dem Grafen von Sulz Dettighofen, der seine hohe Schuldenlast 1651 abtrug, indem er Rafz und Wil an Zürich verkaufte. Um die verwirrende Grenze des "Jestetter Zipfels" besser bewachen zu können, wurde das Gebiet 1806 zum "Zollausschlußgebiet" erklärt und die Grenzlinie auf zwei Kilometer Länge reduziert. Das bescherte der Bevölkerung der Gemeinden Dettighofen,, Jestetten und Lottstetten "Goldene Zeiten". Sie, konnten Waren sowohl auf den Märkten von Schaffhausen, Zürich und Waldshut zollfrei anbieten. Die Kehrseite der Medaille waren Schmugglerbanden, die tonnenweise Kaffee, Rauchwaren und Perlmutt über die Grenze brachten. Bis zu 300 Schmugglerbanden soll es gegeben haben, die in den Zollstationen von Bühl und Bachthobel gewalttätig wirkten. 1935 hob die Reichsregierung die Zollfreie Zone auf, um dem Schmugglereldorado ein Ende zu bereiten. Auch die Baden-Württembergische Regierung hielt an diesem Beschluß fest. Die erste urkundliche Erwähnung liegt aus dem Jahre 1282 vor. "Tettinghofen" wurde 1485 vom Kloster Rheinau an den Kellherren von Tengen und an den Grafen von Sulz verkauft. Wie die übrigen Ortschaften des Klettgaus stand die Gemeinde ab 1479 unter dem Schutz der Stadt Zürich. Erzgruben machten sie bis 1863 attraktiv, hinterließen aber auch eine bis heute zu erkennende Kraterlandschaft. 1687 kam die Gemeinde in die Hand der Grafen von Schwarzenberg, denen der gesamte Klettgau unterstand. Im Zuge der Reichsneuordnung im Zusammenhang mit dem Napoleonischen Krieg, fiel das gesamte Gebiet ans Großherzogtum Baden. Die Jahre 1848/49 brachten dem "Löwen" (Bild) große Bedeutung, denn hier tagten die Anführer der Revolutionsgruppen, die gegen Preußen und Baden Front machten. Die große Not nach der Niederlage der Revolutionäre ließ viele Familien nach Amerika auswandern. Durch Ölfunde kam die Familie Wittmer in der neuen Heimat zu großem Reichtum. Ihrer alten Heimat schenkte sie kurz vor der Jahrhundertwende eine Bücherei mit Lesehalle und 4000 Bänden. Bis heute kann das Haus durch einen Fonds der Familie unterhalten werden. |
|
|
|
| Letzte Aktualisierung dieser Information am 27.4.2005 |
| |  |  |  |  |  |
|