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Bonndorf
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| Einwohner: |
6864 |
| Erste urkundliche Erwähnung: |
820 |
| Jahr der Gemeindereform: |
1975 |
| Bonndorf im Internet: |
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Bonndorf stieß 1973 als „nördlichstes Bollwerk“ zum Kreis Waldshut und erhielt die Orte Wittlekofen, Brunnadern, Dillendorf und Ebnet als Ortsteile zugesprochen. Die fünf Ansiedlungen Boll, Gündelwangen, Holzschlag, Münchingen und Wellendingen hatten die „Herrschaft Bonndorf“ schon seit 1223 attraktiv gemacht. Bis 1924 konnte sich Bonndorf stolz als das höchstgelegene Amtsstädtchen Deutschlands bezeichnen. Der Fund einer Münze des Kaisers Hadrian (117 –138) weist die Gemarkung als sehr altes Siedlungsgebiet aus. Die strategisch wichtige Römerstraße von Zurzach (Tenedo) über Schleitheim (Juliomagus) durch die Wutachschlucht bei Ewattingen oder Dietfurt führt aus dem heutigen Kreisgebiet gegen Norden nach Hüfingen (Brigobanne) und Rottweil (aria Flaviae) quer durch Alemannen-Land. Bonndorfs Anbindung an Frankreich im Westen ist geschichtlich stärker verwurzelt als die Zugehörigkeit zum Rhein im Süden. Kaiser Rudolph II, Wien, übertrug die Freie Reichsherrschaft Bonndorf 1582 an den Freiherrn Peter von Mörsperg, dessen Stammschloß in Morimont, im französischen Jura stand. Damit entschied der Österreichische Kaiser gegen den Erbmarschall von Pappenheim. Peter von Mörsperg begann 1592 mit dem Bau eines Schlosses. Weil er zwei Jahre nach Baubeginn starb, mußte sein Sohn Joachim den Bau vollenden. Heimatforscher Artur Riesterer bezeichnet Joachim von Mörsperg als den „Playboy seiner Zeit“. Seine große Schuldenlast zwangen ihn 1609, die „Freie Reichsherrschaft Bonndorf“ an Abt Martin I vom Kloster St. Blasien abzutreten. Mit Bonndorf erhielt das Kloster politische Unabhängigkeit. Der Abt von St. Blasien erhielt damit 1638„Sitz und Stimme im Schwäbischen Reichstag“ und nannte sich seit dieser Zeit „Fürstabt“. Die Urkunde zur Verleihung des Titels unterzeichnete Kaiserin Maria Theresia (1740-1780). Bis zu den Napoleonischen Kriegen blieb Bonndorf unter klösterlicher Herrschaft. 1806 wurde es dem Großherzogtum Baden zugesprochen. Mit der Aufteilung des Großherzogtums in 52 Bezirksämter wurde das fürstliche Schloß von Bonndorf zum Sitz des Bezirksamtes. Von hier aus wurden 39 Gemeinden verwaltet. 1924 sorgte eine Verwaltungsreform für die Auflösung der badischen Bezirksämter. Bonndorf wurde dem Landkreis Neustadt zugeschrieben. Die Gestaltung der Bundesrepublik führte Baden und Württemberg zusammen. Die nächste Kreisreform wurde fällig. 1973 kam Bonndorf zum neuen Kreis Waldshut. Damit ist die alte Gebietsgrenze fast wieder hergestellt, nur daß die Verwaltung nun in Waldshut sitzt und Breitenfeld (die ehemals südlichste Gemeinde im Bezirk) ist ein Vorort der Doppelstadt Waldshut-Tiengen.
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| Letzte Aktualisierung dieser Information am 27.4.2005 |
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