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| Wehr und Öflingen |
| Valenta-Wichmann,Katharina |
Verlag: Sutton Verlag GmbH, Erfurt |
| 128 Seiten |
ISBN: 3-89702-190-0 |
Preis: 32,80 |
| Von den Anfängen der Fotografie gegen Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 50er Jahre stellte die Germanistin Katharina Valenta-Wichmann Fotos aus Archiven und Privatsammlungen zusammen, die die Entwicklungen der heutigen Doppelstadt Wehr in wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und kultureller Hinsicht beleuchten. |
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| Wer durch mein Leben will muss durch mein Zimmer |
| Brasch, Thomas |
Verlag: Suhrkamp |
| 199 Seiten |
ISBN: 3-51841343-0 |
Preis: 24 Euro |
Erst wenn keiner mehr an ihn denkt, stirbt der Mensch, stellt indianische Weisheit fest und baut den Ahnen Totempfähle. Katharina Thalbach baut Wortbrücken für Thomas Brasch. Der 2001 verstorbene Autor, Regisseur und Theatermann schlechthin war ein Nein - Sager im Brecht'schen Sinne. In einer Lesung im Schloss Bonndorf stellte Katharina Thalbach seinen Geist in den großen Zuhörerkreis. Gemeinsam mit dem renommierten Literaturkritiker Fritz J. Raddatz hat sie einen Gedichtband aus unveröffentlichten Manuskripten zusammengestellt. Ihr engagierter Vortrag zeigt, dass diese Veröffentlichung längst fällig war.
15 - jährig hatte sie Brasch im Brecht - Archiv von Helene Weigel kennen gelernt. Die folgenden Jahre bis zum Tode Braschs fasst sie zusammen: "Es war Liebe, sehr viel Streit, vor allen Dingen Arbeit". Den Tod Braschs bezeichnet sie als Verlust, "der für mich ein erheblicher war". Das ist alles, was aus der Privatsphäre preis gegeben wird. Fast alles, denn zwischen Lyrik und Shakespeare - Übersetzung stellt sie eine Szene aus der Zusammenarbeit am Theater. Brasch erfand eine Art Tarog - Kartenspiel statt eines Programmheftes. Es sei vergriffen, aber sie werde den Verlag bitten, es neu aufzulegen, die Wortkombinationen seien es Wert.
Sie liest, besser gesagt, sie entwirft Szenen mit den Worten. Ihre Sprache versteht zu modulieren, verschiedene Rollen zu übernehmen ohne dass es aufgesetzt wirkt. Besonders plastisch wird dies beim Auszug aus Braschs Shakespeare Übersetzung "Macbeth". Den modernen, rebellischen Geist des Übersetzers vertritt sie gleich mit. Atempausen verschafft sie sich mit Hilfe von Liedern, die, auf CD festgehalten, zu Braschs Texten von Christian Koner, genannt Kuno, gestaltet wurden.
Clara Schumann fällt ein an diesem Abend. Die eigene große Leistung in den Dienst eines Verstorbenen stellen. Seine Größe mit der eigenen verbinden, weiter leben lassen. Solidarität zeigen, Geistesverwandtschaft. Ein spannender Abend. Eine Begegnung mit zwei in eins, die Gedanken authentisch weiter gibt. Weil diese Gedanken sich lohnen, sie immer wieder zu denken. Eine Tonaufzeichnung ist in Vorbereitung.
Margrit Matyscak
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| Zeit des Lavendels |
| Gabriel,Petra |
Verlag: Weitbrecht |
| 366 Seiten |
ISBN: 3-522-71875-5 |
Preis: |
| Der Journalistin gelingt es, das Leben der Säckinger Äbtissin Magdalena von Hausen und einer fiktiven Heilerin dazustellen. Sie tut dies verdeckt kommentierend vom Standpunkt einer modernen, emanzipierten Frau aus. Mit dem Schicksal der Personen entwickelt sich ein farbenprächtiges Bild vom Leben und Lieben wie es eigentlich zeitlos ist. Der historische Hintergrund des Romans spiegelt lebendig einen Ausschnitt aus der Geschichte beider Rheinseiten im 16. Jahrhundert. |
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