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| Rauken |
| Beyer, Claire |
Verlag: btb-Verlag |
| 126 Seiten |
ISBN: 3-442-72905-X |
Preis: 8 Euro |
Die 13. Autorenlesung der Literaturstipendiaten Baden Württemberg Sie sollte von José F.A. Oliver, Patrick Roth und Claire Beyer bestritten werden, aber Oliver, hielt sich in Finnland auf und Patrick Roth in Californien. Nur Claire Beyer war aus Lübeck angereist. Sie konnte die sonst durch drei geteilte Lesezeit voll nutzen. Als Mitglied der Jury für die Preisverleihung beglückwünschte Jürgen Glocker die Autorin besonders für ihre dichte Erzählung, die "beschreibungssüchtige Autoren" zu einer Fülle von Romanseiten gebracht hätten. Claire Beyer dagegen straffe und verhelfe damit ihrer Debüt - Erzählung zu besonderer Eindringlichkeit. 
Nach kurzer Zusammenfassung des Inhalts zog Claire Beyer ihr Publikum in den Bann. Sie straffte, las quer, beschränkte sich auf besonders starke Bilder und lies auf gekonnte Art die Gesamterzählung lebendig werden. Der Stoff, der viele Romanseiten füllen könnte, sich statt dessen auf 125 Seiten beschränkt, passierte in 45 Minuten das geistige Auge der Zuhörer. Im Rund saßen Preisträger vergangener Jahre. Die Erzählung "Rauken", mit der Clair Beyer den Literatur-Stipendiaten-Preis des Landes Baden Württemberg gewann, beschreibt das Schicksal einer Familie der Nachkriegszeit. Dabei ist Vroni die Protagonistin. Sie erlebt die brutale Autorität des Vaters und Grossvaters, das aus dem Heimatort vertrieben werden, weil Grossvater und Vater nicht miteinander auskommen. In der Stadt aber scheitert die kleine Familie an der Überfigur des Vaters. Nach einem Suizid - Versuch der Mutter kehren Mutter und Kinder zum Grossvater zurück. Den Vater wird Claire erst als junge Frau wieder sehen, nackt in einem Pflegeheim, Blick los. Vroni, die selbst einfühlsam Liebe und Freundschaft sucht, geht auf ihre Weise der Kälte ihrer Umgebung aus dem Weg. Konsequent.
Der Autorin gelang es, die Poesie von konträren Emotionsebenen, die sie in ihrem Buch darzustellen versteht, auch in der Lesung ans Publikum heranzutragen.
Margrit Matyscak
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| Rezepte zum Fairen Handel(n) |
| TransFair e.V. (Herausgeber) |
Verlag: Misereor Medienproduktion |
| 152 Seiten |
ISBN: 3-88916-153-7 |
Preis: DM 28,00 |
Dieses Kochbuch bietet mehr als Köstlichkeiten für den Gaumen. Informationen über Arbeits- und Handelsbedingungen in den sogenannten Dritt-Welt-Ländern gehen den Kochrezepten voraus. Kochrezepte aus Guatemala, den Andenländern, aus Mexiko, Vietnam, Sri Lanka, den Philippinen, Westafrika und Ostafrika werden voneinander getrennt durch Hintergrundinformationen zu Land und Leuten. Der Verein zur Förderung des Fairen Handelns e.V., Remigiusstr.21, 50937 Köln hat sich alle Mühe gegeben den Kopf (Informationen), das Auge (Bebilderung) und den Gaumen (Rezepte) anzusprechen. |
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| Rosita und Storch Adebar |
| Kneisel, Uta |
Verlag: weropress, Pfaffenweiler |
| 79 Seiten |
ISBN: 3-9805310-8-2 |
Preis: 15 Euro |
Lesen, Sehen und Deuten, Erzählen, Lernen, diese Kulturfertigkeiten werden von Uta Kneisel miteinander verknüpft. Im Rahmen der Frederickwoche 2004 stellte die Autorin aus Bötzingen ihr Projekt in der Grundschule von Berau vor. Kinder und Mütter waren begeistert.
Uta Kneisel stammt aus einer weit verzweigten Familie in Ostpreußen. Wie einer ihrer Großonkel verbrachte sie viele Jahre in Südamerika, spricht vier Sprachen und wollte eigentlich immer Lehrerin werden. Nach Deutschland zurück gekehrt arbeitete sie als Sekretärin. Störche, die an ihrem Fenster vorüberzogen, wurden zu Protagonisten ihrer Kinderbücher. Diese Tiere seien nicht nur extrem gefährdet, sondern verbänden viele Länder durch ihre Wanderungen, erklärt die 63 Jährige den Kindern. Länder zu verbinden, über Kulturen zu informieren, ist eines von zwei Zielen, die sie mit ihren Büchern verfolgt. Das zweite ist: „Sprachen lernen“. Uta Kneisels Bücher sind zwei- bis dreisprachig. Deutsch – Englisch oder Deutsch – Englisch – Spanisch.  Dem Storch Adebar gesellt sie ein kleines Mädchen zu, das vom Mond aus einer Rose gestaltet wurde. Rosita und Adebar reisen im ersten Buch in den Süden, im zweiten nach Afrika. Im dritten Buch begleitet Rosita ihren in Spanien gewonnenen Freund Pablo nach Mexiko. Jede Station ihrer Erzählungen wurde in Aquarellen festgehalten, die ebenfalls von der Autorin stammen. Diese Bilder sind so Kind gemäß, dass sie zu Erzählbildern werden, ohne den Text zu kennen.
In Uta Kneisels Lesung verfolgten die großen und kleinen Zuhörer die Worte und sahen die Bilder als Dia an der Leinwand. Gespräche entwickelten sich ganz natürlich aus dem Vorgelesenen oder aus den Bildern. Märchenfiguren und Realität sind ineinander verwoben. Bis zum Flug über die Pyrenäen reichte die Erzählung an diesem Tag. Die Kathedrale San Miguel im spanischen Ebrotal, wo hunderte von Störchen leben, erreichten Rosita und Adebar an diesem Nachmittag nicht. Adebar wurde angeschossen. Aber ein Zauberkristall, den sie in den Pyrenäen erhalten hatten, rief Hilfe herbei. Pablo und sein Esel helfen ebenso wie der Mond. Wie es weiter geht können die Kinder im Buch lesen, das ab sofort in der Bücherei ausgeliehen werden kann.
Bei Getränken und Kuchen klang der Nachmittag aus. Jedes Kind ging mit einer Autogrammkarte der Autorin nach Hause. Einige blieben noch länger, um ganz persönliche Fragen an Uta Kneisel zu stellen.
mc 21.10.2004
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| Rückführung |
| Ingold, Adrain |
Verlag: Pro Kulturnetz |
| 274 Seiten |
ISBN: 3-936138-01-X |
Preis: 8,50 Euro |
Dominik hat Probleme mit sich und seiner Umwelt. Als Sohn eines Zirkusdirektors sollte er eigentlich den Vater unterstützen, aber nach dem Tod seines Bruders überlässt er diese Aufgabe lieber seinem jüngeren Bruder. Auf den Rat seiner Großmutter hin sucht er eine Zigeunerin auf, die ihm helfen soll, dass er zu sich selbst findet. Eine spannende Reise beginnt.
Adrian Ingold legt mit diesem Buch seine Erfahrungen als Theologe, Lehrer und Leiter des Theater Zirkus Prinz vor. Mit Rückführung verbindet er alle Elemente durch Kompetenz und Insiderwissen. Durchgängig arbeitet er mit verschiedenen Sprachebenen, die das jeweilige Umfeld charakterisieren. |
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| Rudolf Dischinger |
| Galerie Schlichtenmaier oHG |
Verlag: Edition Schlichtenmaier GmbH, Grafenau |
| 95 Seiten |
ISBN: 3-89298-076-4 |
Preis: |
Zwischen Gegenstand und Ornament - Rudolf Dischingers Lebenswerk reicht von der Neuen Sachlichkeit bis zur Abstraktion. Im Spätwerk kehrt Dischinger wieder zur Sachlichkeit zurück.
Dieser Bildband zeigt deutlich die künstlerische und persönliche Entwicklung Rudolf Dischingers. |
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| Sagen vom Hochrhein und Hotzenwald |
| Matt-Willmatt, Hans |
Verlag: Moritz Schauenburg |
| 128 Seiten |
ISBN: 3-7946-0243-9 |
Preis: 28,-- DM |
| Hans und Brigitte Matt-Willmatt sammelten über mehrere Jahre Sagen, Märchen und Legenden aus dem Schwarz- und Hotzenwald. |
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| Santhori |
| Brutin, Hugo u. andere |
Verlag: veranneman, stiching fondation, tel.0041 9 3835287 |
| 94 Seiten |
ISBN: |
Preis: 50,-- sfr |
Hugo Brutin, Wilhelm Kupferath von Kendenich, Ursula Biederer, Paolo Bianchi und Adelheid Pohl bewerten die Arbeiten des Künstlers und Aktionisten Santhori. Auf 60 Hochglanzseiten sprechen die Werke für sich.
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| Schluchsee |
| Steinert,Bernhard |
Verlag: Hrsg. Gemeinde Schluchsee/Hochschwarzwald |
| 127 Seiten |
ISBN: |
Preis: 10 Euro |
Diese Kurzchronik ist leicht verständlich geschrieben und dennoch wissenschaftlich fundiert. Dem Autor gelingt es, die Geschichte von Landschaft und Menschen darzustellen. |
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| Schriften Heinrich Kaminski Bd 5 |
| Hrsg. Heinrich Kaminski Gesellschaft |
Verlag: Selbstverlag |
| 70 Seiten |
ISBN: |
Preis: 5 Euro |
Die Heinrich Kaminski Gesellschaft setzt ihrem Ehrenmitglied Margrit Lutz einen Gedenkstein. Das fünfte Heft der Gesellschaft widmet 36 von 70 Seiten ihrer Freundschaft zu Heinrich Kaminski. Reiner Bölhoff zeichnet den Lebensweg der in Künstlerkreisen hoch geschätzten Schweizerin nach.
1934 begegnete Margrit Lutz dem Komponisten in Sierre. Der einsetzende Briefwechsel endet im Mai 1946, einen Monat vor Kaminskis Tod. Da Kaminski keine Briefe aufbewahrte kann aus seinen Briefen geschlossen werden, was ihn aus dem Keramik Atelier in Rüdlingen, Schweiz, später aus Schaffhausen erreichte. Margrit Lutz beherbergte den von den Nationalsozialisten verworfenen Komponisten dreimal in Rüdlingen. Die Daten 1938,1942, 1944 lassen im historischen Kontext Rückschlüsse zu. Margrit Lutz half seit 1941 im Rotkreuzdienst bei der Betreuung kranker Flüchtlinge im Kantonsspital Schaffhausen. Reiner Böllhoff gelingt es auf acht Seiten ein Leben nachzuzeichnen, das am 25.Februar 2004 plötzlich, während des Besuchs einer Freundin aus Bremen endete.
Was am Briefwechsel mit Kaminski in den Bereich der freundschaftlichen Grüße fällt, wird von Bölhoff zusammengefasst. Er zitiert wo Rückschlüsse auf die Probleme des Komponisten zu ziehen sind und gibt drei Briefe als Dokument und ihre Übertragung in Maschinenschrift wieder. Am 20. April 1941 steht philosophischer Gedankenaustausch im Mittelpunkt. Am 10. Juli 1944 die wirtschaftliche Lage des Komponisten und am 22. Mai 1946 die Mühen um Kaminskis letzte Komposition. Dieser Kurzabriss, die Graphologie der Briefe und der historische Kontext charakterisieren den Menschen und Komponisten Heinrich Kaminski in beeindruckender Weise. Sie dürften hilfreich für die Interpretation seiner Werke sein.
Im Zweiten Teil listet das Heft 5 das kammermusikalische Werk Kaminskis auf. Wo Autographen zu finden sind, wo Werke zur Aufführung kamen, was über sie publiziert wurde und wer sie einspielte. Werden die Hefte als Reihe gesehen, fehlen dem Bereich "Werkverzeichnis, Bibliografie" nur noch die Fragmente. Mit Heft fünf setzt die Gesellschaft konsequent ihre Arbeit fort. Sie geht über die eines Staatsarchives hinaus. Heft fünf zeigt: hier wird nicht verwaltet. Hier steht der Mensch im Mittelpunkt und das, was er seinen Nachfahren zu sagen hat.
Das Heft ist für Mitglieder gratis, an Geschichte Interessierte können es für 5 Euro erwerben beim ersten Vorsitzenden Herbert Müller-Lupp Hauptstraße 20 79761 Waldshut-Tiengen.
11.06.2005 Margrit Matyscak
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| Sein und Raum |
| Richard van de Sandt |
Verlag: IKUBI Pro Kulturnetz |
| 75 Seiten |
ISBN: 3-936138-07-09 |
Preis: 10,00 Euro |
Mit diesem Buch konkretisiert Richard von de Sandt seine Gedanken zu "Sein und Raum": Er erweitert Heideggers Begrifflichkeit, indem er die Skulptur des Bildhauers Ralf Rosa zum Denkanstoss nimmt. Beobachtungen im Schwarzwald und der Ewigen Stadt, Rom erweitern die Perspektive. Ein Buch, das zum eigenen Denken anregt. |
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